Was bedeutet Parodontitis?

Parodontitis bedeutet, dass ein entzündlicher Abbau des Zahnhalteapparates (Parodont) beginnt. Dabei schwillt das Zahnfleisch an und errötet. Schon bei geringer Berührung fängt es an zu bluten und der Betroffene merkt es selbst am Mundgeruch.

Wie entsteht sie?

Selten tritt Parodontitis als Begleiterscheinung innerer Erkrankungen auf. Durch Fehler in der Zahnpflege (Mundhygiene) wird sie sehr häufig verursacht. Der Zahnstein spielt bei der Entstehung eine wichtige Rolle. An Stellen, an denen Zahnstein schon entstanden ist, bildet sich noch mehr Zahnstein, diese schieben sich zwischen Zahnhals und Zahnfleisch und bilden die so genannten Zahnfleischtaschen. Die Zahnhälse werden frei gelegt, weil sich das ständig entzündende Zahnfleisch zurückzieht. Die Taschen werden zunehmend tiefer, dabei lockert sich in der Folge der Zahn, bis er schließlich rausfällt.

Was können die Folgen sein?

Anfangs wurde angenommen, dass die einzigen Folgen der Parodontitis Zahnlockerung und Zahnverlust seien. Doch nun wissen wir, dass eine akute Parodontitis nicht nur Folgen für die Zähne hat, sondern auch für die Blutgefäße. Sie bewirkt eine Verkalkung der Gefäßwände (Arteriosklerose), dies verursacht Herzinfarkt und Schlaganfall, sehr häufige Todesursachen in Deutschland.

Mit welchen Maßnahmen wird sie behandelt?

Durch Zahnfleischbehandlung wird sie therapiert. Dabei werden die Zahnfleischtaschen gesäubert, der Zahnstein und die Entzündung entfernt.